Galerie Rothamel Erfurt
Moritz Götze
Moderne Zeiten
Malerei, Emails, Zeichnungen und Grafiken
03.05.2003 - 28.06.2003
Jüngst sichteten ihn Paparazzi beim Eisangeln mit russischen Fischern. Nun, offenkundig befasst der Meister sich intensiv mit einem historischen Phänomen, das aus dem Osten kommt: dem sozialistischen Realismus.
Moritz ist kein Theoretiker - Moritz ist konstruktiv. Setzt er sich mit Sitte, Womacka und anderen alten Kameraden auseinander, geht es nicht um Analyse, sondern schlicht um Reparatur. An die Stelle proletarisch korrekter Tristesse in Bleigrau treten leuchtende Farben, ausgetüftelte Kompositionen verwandelt er in natürliche Harmonien, grimmig entschlossene Attitüde in pure Heiterkeit.
Einmal dabei, die deutsche Kunstgeschichte instandzusetzen, beschränkt sich Moritz - wir kennen ihn - nicht auf begrenzte Phänomene. Grimme Genossen aus der neueren Geschichte werden genauso entfestigt wie Klang und Gloria aus Kaisers zackigen Zeiten. Die Geschichte sieht auf einmal ganz anders aus. Wir lernen: Es war nicht alles schlecht. Kann aber viel besser gemacht werden.