Moritz Götze in der Neuen Sächsischen Galerie
19.11.2009
Männer und Taten
Malerei von Moritz Götze
Ausstellungseröffnung: 24. November 2009 19.30 Uhr
Ausstellung vom 24. November 2009 bis 14. Februar 2010
Einführung: Mathias Lindner

Moritz Götze, Allegorie auf die Teilung I (nach Johannes Esaias Nilson), 2009
Das deutsche Nationalbewußtsein ist eines der eher am Rande tangierten Themen dieser Wochen. In der Euphorie der Feierlichkeiten, je nach Blickwinkel der Wende oder der Wiedervereinigung, wurde wieder sehr schön sichtbar, daß die Produktion von Mythenerzählungen zur Schaffung von Gruppenidentitäten schlicht dazugehört. Mit dem Künstler Moritz Götze aus Halle an der Saale stellen wir in der Neuen Sächsischen Galerie pointierte Auseinandersetzungen mit Gründungsmythen der Deutschen, ihren alten sagenhaften Erzählungen, den "großen" Kriegstaten des 20. Jahrhunderts, schlicht dem nationalen Märchen vor. Es scheint vorwiegend ein Märchen der siegreichen Gewalt zu sein. Germanen am Teutoburger Wald, Bismarck der eiserne Kanzler, Moltke in Sedan, Kaiser Wilhelm, die Flotte in Scapa Flow und die Quadriga.
Götzes Bilder stellen die kunstgeschichtliche Gattungslehre seit der Renaissance auf den Kopf. Er formuliert die großen Themen des Historienbildes mit den Mitteln des Genrebildes. Seine Arbeiten verweigern strukturell die Indienstnahme der Kunst für Repräsentation als Maskenparade.
Neue Sächsische Galerie
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz
Öffnungszeiten 10-18 Uhr, Di - 20 Uhr, Mi geschlossen
Führungen jeden Donnerstag, 17 Uhr,
öffentliche Führung durch die Ausstellung
weitere Führungen nach Vereinbarung
Eintritt 2 Euro
Malerei von Moritz Götze
Ausstellungseröffnung: 24. November 2009 19.30 Uhr
Ausstellung vom 24. November 2009 bis 14. Februar 2010
Einführung: Mathias Lindner

Moritz Götze, Allegorie auf die Teilung I (nach Johannes Esaias Nilson), 2009
Das deutsche Nationalbewußtsein ist eines der eher am Rande tangierten Themen dieser Wochen. In der Euphorie der Feierlichkeiten, je nach Blickwinkel der Wende oder der Wiedervereinigung, wurde wieder sehr schön sichtbar, daß die Produktion von Mythenerzählungen zur Schaffung von Gruppenidentitäten schlicht dazugehört. Mit dem Künstler Moritz Götze aus Halle an der Saale stellen wir in der Neuen Sächsischen Galerie pointierte Auseinandersetzungen mit Gründungsmythen der Deutschen, ihren alten sagenhaften Erzählungen, den "großen" Kriegstaten des 20. Jahrhunderts, schlicht dem nationalen Märchen vor. Es scheint vorwiegend ein Märchen der siegreichen Gewalt zu sein. Germanen am Teutoburger Wald, Bismarck der eiserne Kanzler, Moltke in Sedan, Kaiser Wilhelm, die Flotte in Scapa Flow und die Quadriga.
Götzes Bilder stellen die kunstgeschichtliche Gattungslehre seit der Renaissance auf den Kopf. Er formuliert die großen Themen des Historienbildes mit den Mitteln des Genrebildes. Seine Arbeiten verweigern strukturell die Indienstnahme der Kunst für Repräsentation als Maskenparade.
Neue Sächsische Galerie
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz
Öffnungszeiten 10-18 Uhr, Di - 20 Uhr, Mi geschlossen
Führungen jeden Donnerstag, 17 Uhr,
öffentliche Führung durch die Ausstellung
weitere Führungen nach Vereinbarung
Eintritt 2 Euro