Ulrike Theusner
Biografie
| 1982 | geboren in Frankfurt/Oder |
| 2002-2008 | Studium an der Bauhaus Universität Weimar und der Ècole des Beaux Arts "Villa Arson" Nizza |
| 2008 | Diplom |
| 2010 | Arbeitsstipendium des Landes Thüringen |
| 2010 | Preis der internationalen Grafiktriennale Toulouse |
Einzelausstellungen (Auswahl)
| 2012 | Revolution!, Galerie Rothamel, Erfurt |
| 2012 | Limbo Express, Y Gallery, New York |
| 2012 | Ten Seconds of Fame, Landesverwaltungsgericht, Weimar |
| 2011 | Impulse, Aando Fine Arts Berlin |
| 2011 | Gratwanderung, Haus am Horn, Bauhaus Museum Weimar |
| 2011 | Weird Feelings, Galerie Rothamel, Frankfurt |
| 2011 | Galerie Majorat, Villeneuve-Toulouse |
| 2010 | Moo Chew Wong et ses invités 35 ans d'atelier de gravure à la Villa Arson, Musée des Beaux-Artes Nizza |
| 2010 | Ten Seconds of Fame, Galerie Wagner und Partner, Berlin |
| 2010 | East Of Eden, Galerie Rothamel, Erfurt |
| 2009 | Showroom Galerie Soardi, Nizza |
| 2008 | The Waste Land, Diplomausstellung an der Bauhaus Universität, Weimar |
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
| 2012 | Melancholie, marke.6, Weimar |
| 2012 | Stip.Visite, Neues Museum, Weimar |
| 2012 | Potenziale, Galerie Rothamel, Erfurt |
| 2011 | God + Co, Galerie Rothamel Erfurt |
| 2011 | Impulse, Aando Fine Arts Berlin |
| 2011 | Gratwanderung, Haus am Horn, Bauhaus Museum Weimar |
| 2011 | Almost Transparent Blue, Y Gallery New York |
| 2010 | Flux Factory Aution, New York |
| 2010 | GBX Collaboration Project Y Gallery and Dorian Gray Gallery, NYC Art Salon, New York |
| 2010 | Chroma, Bauhaus Universität, Weimar |
| 2010 | First Exhibition EKE Studio, Brooklyn, New York |
| 2010 | Another Artshow Submerged Art Gallery, Newark, New Jersey |
"Ihre Zeichnungen und Grafiken wie auch ihre Malerei und Installationen sind großartig, gleich welche Technik sie auch ausübt oder welchem Thema sie sich auch immer widmet. Ulrike Theusner gehört zu den wenigen Ausnahmebegabungen in der bildenden Kunst, die man als Kunsthistoriker kennenlernen darf und von denen man hofft, dass sie ihr großes Talent an niemanden und an nichts verschwenden, am wenigsten an die Moden und Beliebigkeiten des Kunstmarkts. Höchstens nur an sich oder an ihre Kunst.
Lässt man die einzelnen Serien, die in den letzten Jahren entstanden sind, Revue passieren, so zeigt sich ein geradezu überbordender Schatz an Sujets, die sich aus der Spannung zwischen Reisen und Rückzug entfalten. „Ich muss die weite Welt verlassen und endlich zurück in meine autistische Heimat … In mein kleines fensterloses Atelier…“, schreibt sie auf einem Blatt ihres gezeichneten Tagebuchs „New York Diaries“, das 2009 auf Reisen in New York entstand. Alles, was sie dort beobachtet, alle grotesken, aber so überaus prägnanten Szenen dieser für sie faszinierenden Metropole hält sie mit Virtuosität und Leichtigkeit fest, merkwürdige Paare, gescheiterte Existenzen, Junkies, Strassenmusiker, Künstler. Man hat den Eindruck, sie scannt alles ein, was auf sie visuell und atmosphärisch eindringt, einprasselt, und bringt es in ihrem eigenen, immer leicht nervösen, aber dennoch ganz präzis beobachtenden Zeichnungsduktus wieder hervor. Die Bilder werden skurril, manchmal wie halluzinierend vor einem inneren Auge, manchmal Gesehenes sehr real schildernd, aber nie realistisch."
Ulrike Bestgen, Neues Museum Weimar
"Ulrike Theusner besitzt eine ungewöhnliche Begabung für die Kunst des Zeichnens. Die Fähigkeit einer starken zeichnerischen Auffassungsgabe ist in ihren Arbeiten gekoppelt mit einer ebenso starken Einbildungsgabe. Das Gesehene wird scheinbar mühelos in grafische Spuren übersetzt, die einen hohen Wiedererkennungs- und Identifikationswert haben. Zugleich gehen die Anteile des "Studiums", also die Verarbeitung des jeweils Gesehenen, unterschiedslos in die Anteile des "Ingeniums" über, die als Früchte der Einbildungs- bzw. der bildnerischen Erfindungsgabe dem "Studium" erst die richtige Würze geben. Und noch ein drittes Moment kommt hinzu: Die grafischen oder malerischen Spuren weisen einen hohen Grad an Selbstbezüglichkeit auf, sie wirken in einem Maße formbildend, dass ich mich der Faszination ihrer Form kaum entziehen kann. In diesem Sinne erscheint alles "Studium" mit einer ästhetischen Souveränität erfasst, die mich durchaus an die Klassiker der psychologisierenden Zeichnung denken lässt, die Künstler der Renaissance und des Barock."
Kai Uwe Schierz, Leiter der Kusthalle und des Angermuseums Erfurt
Ulrike Theusner
Foto: Misha Taylor
Foto: Misha Taylor
Titelbild SZ Magazin (13/2009)