Emily Allchurch wurde 1974 auf den Channel Islands geboren. Sie lebt in London und Hastings, East Sussex. 1996 schloß sie am Kent Institute of Art & Design in Canterbury ein Studium der Bildhauerei ab und graduierte 1999 am Royal College of Art in London zum Master of Arts. Als Medium ihrer Arbeit nutzt sei seither die Fotografie. Ihre Arbeiten wurden auf zahlreichen Ausstellungen im Vereinigten Königreich und international gezeigt. 2015 richtete die Manchester Art Gallery ihr eine Solopräsentation aus, die anschließend in der Djanogly Art Gallery in Nottingham zu sehen war. Emily Allchurchs Arbeiten werden inzwischen weltweit gesammelt. Der Sänger und Musiker Sting gehört zu ihren wichtigen Förderern. Ihre Serie "Tokyo Story" befindet sich in der Sammlung des Minneapolis Institute of Arts.

Emily Allchurch rekonstruiert mit Fotografie und digitaler Collage Gemälde und Drucke Alter Meister und schafft so zeitgenössische Narrative. Ihr Ausgangspunkt ist eine intensive Begegnung mit einer Stadt oder einem Ort, den sie verinnerlicht und zu welchem sie eine riesige Motivsammlung anlegt. Aus diesem Fundus wählt sie einige hundert Fotos aus und fügt sie nahtlos zu einem neuen "fiktiven" Raum. Jedes ihrer Kunstwerke absolviert diese Reise, die in einer einzigen Szene ihren komprimierten Abschluß findet. Die resultierenden fotografischen Collagen interferieren mit Ort, Geschichte und Kultur. Sie beschäftigen sich mit dem Zeitenwandel und den landschaftlichen Veränderungen, sie verschmelzen zeitgenössisches Lebens und Geschichte.

Ihre Fotocollagen reproduziert die Künstlerin als Drucke, aber auch als Leuchtkästen, deren Dramatik Fenster zu anderen Welten öffnet.