Jazz-minh Moore

„Der Auftakt meiner neuen Werkgruppe ist die Gegenüberstellung eines verlassenen American Diners und der milliardenteuren Amazon-Firmenzentrale „Biosphären“, die derzeit in Seattle entsteht. Das Amerika meiner Großeltern ist für exotische Hightech-Optionen aufgegeben worden. Viele Leute blieben zurück. Das ist nicht neu, wurde aber bei den vergangenen Wahlen zum Thema.

Einige Tage nach den Wahlen kam mir blitzartig Eugene Delacroix’ historisches Paradestück „Die Freiheit führt das Volk“ in den Sinn. Ich gestaltete einige vielfigurige Szenarien, die auf der berühmten Komposition basieren.

Neben den Freiheits-Aquarellen und den Architekturstücken steht eine Serie kleiner Portraits naher Freunde. Sie verweist auf die Komplexität der Lebensumstände meiner Generation. Ihr roher Ausdruck ist meine Art, dem Heftigen und Unverstellten zu applaudieren.

‘And The Band Played On’ verabschiedet das schwere Thema. Ich glaube an die Pflicht des Künstlers, Klarheit, Wahrhaftigkeit und Leuchtkraft in schwierige Zeiten zu tragen.“

Jazz-minh Claire Moore wurde 1978 in einer Hippie-Kommune in den alten Redwood-Wäldern Oregons geboren und wuchs in einem kleinen Haus an einem Feldweg in der Nähe von San Diego auf, umgeben von Obstbäumen. Sie lebte lange Jahre in Manhattans Greenwich Village und inzwischen nördlich von San Francisco.

Moore wurde vielerorts ausgestellt und in diversen Publikationen berücksichtigt, darunter Whitewall, das New York Magazine, New American Paintings, ArtVoices, Zingmagazine und die Village Voice. Sie hat zahlreiche Stipendien erhalten, unter anderem das NYFA Fellowship und das Stipendium der Elizabeth Greenshields Foundation.