Galerie Rothamel Erfurt

Moritz Götze
NEUES SCHLAND

21.08.2010 - 25.09.2010

Der Alltag birgt zahllose Möglichkeiten, aber wie oft ergreifen wir sie? Moritz Götze (*1964 in Halle) hält die Türen zum Wunderbaren weit geöffnet. Er machte Punkmusik, betrieb eine Grafikwerkstatt, wurde als Professor an die Ecole des Beaux-Arts Paris berufen, revitalisierte ein desolates Viertel seiner Heimatstadt, verlegt, publiziert, kuratiert... und ist ein außerordentlich erfolgreicher Künstler.


Moritz Götze, Triumph (nach Albrecht Dürer), 2007, Email, 300 x 600 cm
Moritz Götze, Triumph (nach Albrecht Dürer), 2007, Email, 300 x 600 cm


Götzes legendäre Grafikserien der achtziger und neunziger Jahre führten in das alte Ägypten, zu Tristan und Isolde, James Bond und Shirley Bassey, sie trugen Titel wie "Maschinen" oder "Tod". Ab 1995 adaptierte der Künstler Emailmalerei als Medium für großformatige Kompositionen mit hunderten Einzelteilen.

2002 reklamierte Moritz Götze für sein Schaffen den Begriff "Deutscher Pop" und brachte damit auf den Punkt, was auch Sigmar Polke beschäftigte – die Versöhnung der programmatischen Leichtigkeit der Siegerkunst Pop Art mit der grüblerischen Tiefe deutscher Malerei von Dürer bis C. D. Friedrich. Es geht um nichts weniger als ein neues Selbstverständnis deutscher Kunst und deutscher Geschichte. Götzes Bildsprache, hemmungslos naiv und zugleich mit allen Wassern der Kunstgeschichte gewaschen, ist dafür das perfekte Trägermedium.


Galerie Rothamel Erfurt
21. August bis 25. September 2010

Zur Eröffnung am Samstag, 21. August, um 21 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein!
Der Künstler wird anwesend sein.