Hiroyuki Masuyama

Raum und Zeit stehen im Fokus der Kunst von Hiroyuki Masuyama. Er verdichtet diese komplexen Konstrukte in methodischer Kleinarbeit zu sinnlichen Kompositionen, die mit der Wahrnehmung des Betrachters spielen: Die Welt kann in einem Wimpernschlag umrundet werden / auf einer Wiese blühen Frühlings-, Sommer- und Herbstblumen neben schneebedecktem Gras / die Werke bekannter Vertreter der Kunstgeschichte formieren sich neu in der temporalen Wirklichkeit ihrer Orte. Als gute Methode, um dies zu realisieren, nennt der Künstler das Reisen... ganz im Sinne der Bedeutungsvielfalt des Wortes. 

"Hiroyuki Masuyama (*1968) bezieht sich in seinen Fotografien auf Hauptwerke der Kunstgeschichte, etwa wenn er die Orte, die J.M.W. Turner oder C.D. Friedrich zu Motiven ihrer Bilder gemacht hatten, erneut aufsuchte, um diese zu fotografieren und zu einem neuen »alten« Kunstwerk zu kompilieren. Die auf diese Art verschmolzenen Zeitebenen verdeutlichen einmal mehr: Kunst hat immer nur eine Gegenwart. Es ist die, in der das Denken über sie stattfindet." Michael Freitag