Moritz Götze

Seine Kunst bezeichnet Moritz Götze nachdrücklich als Deutschen Pop, und überhaupt betrachtet er Pop Art nicht als rein angloamerikanische Angelegenheit. Ohne David Hockney, Allen Jones oder Bob Rauschenberg den Verdienst schmälern zu wollen, wissend, daß deutsche Künstler wie KP Brehmer, Wolfgang Mattheuer, Sigmar Polke, Wolf Vostell und nicht zuletzt sein Vater Wasja Götze sich von britischer und amerikanischer Pop Art inspirieren ließen, faßt er den Begriff „Pop“ wesentlich weiter. Im Bewußtsein der jahrhundertealten Präsenz einer populären Kunst in Deutschland unternimmt Götze die nachträgliche Popularisierung der deutschen Kunstgeschichte.

Mittlerweilen zweiundzwanzig Kunstbände und Monografien widmen sich dem Künstler und seinen zahlreichen Werken – Gemälden, Papierarbeiten, Grafiken, Emaillen, Mosaiken und Skulpturen. Moritz Götze ist Begründer des kulturhistorisch regen Hasenverlages, kuratiert Ausstellungen, fördert Musiker und engagiert sich in der Denkmalpflege; er gestaltet Bühnenbilder, Buchmessen und Festivals. Derzeit stattet er die Bernburger Schloßkirche St. Ägidien mit wandfüllenden Emaillekompositionen aus.