GALERIE ROTHAMEL ERFURT
Undine Bandelin und Dana Meyer
Galerie Rothamel Erfurt
Mo-Fr 10 - 14 Uhr
Sowie nach Vereinbarung.
News
Harald Reiner Gratz im Thüringer Landtag
Vom 24. Juni bis zum 30. August 2026 stellt Harald Reiner Gratz im Thüringer Landtag aus.
Die Präsentation umfaßt eine Auswahl von Bildern aus den zurückliegenden zehn Jahren.
Teile verschiedener Werkgruppen werden zu einem spannenden Ensemble zusammengeführt.
Harald Gratz ist ein Kind, ein Gaukler, Jongleur mit theatralischem Vermögen, ein gläubiger Wahrheitssucher und unaufhaltsam im selbstzweifelnden Schaffensdrang: Ein Maler eben. Wenn man die riesige Auswahl von Zeichnungen als Grundlage seiner Bilder zu begreifen versucht, so mag das in den ersten Jahren seines Schaffens noch richtig sein, doch spätestens ab der Jahrhundertwende entsteht da etwas Neues: Ein Geflecht aus Erkundung, Bezeichnung und Erprobung, das keine darauffolgende Malerei mehr nötig hat und die Differenzierung zwischen Zeichnung und Malerei aufhebt. Wenngleich an der einen oder anderen Stelle ein Neo seine Pfeife raucht, findet Gratz hier sicheren Tritt und begibt sich in eine neue und eigenständige Bildwelt.
Werner Liebmann, Maler und Grafiker
Harald Reiner Gratz wäre nicht geworden, was er heute ist, wenn er sich hinter seiner Kunst verschanzte. Er lebt offensiv und malt auch so, immer interessiert an Experimenten, immer auf Entdeckungen aus. Er ist Thüringer, ohne selbstgenügsam zu sein (was fast schon ein Widerspruch ist). Seine Kunst ist kein Gegenbild unserer Zeit, sondern ein Spiegel, gerade in der Vielfalt ihrer Facetten, in der Gleichrangigkeit verschiedener Perspektiven, im letztendlich rätselhaften ihrer genauen Bedeutung. Er ist ein Vielproduzierer, einer im Schaffensrausch, im Farbrausch. Dass er dabei nicht der Beliebigkeit anheimfällt, verdank er seinem Kopf. Der ist bodenständig und reist gern, ungeduldig und ausdauernd; ein wortkarger Geschichtenerzähler, wach und zugleich im Rausch seiner Imagination. Das Gemisch stimmt, würden Motorsportler sagen …
Prof. Kai-Uwe Schierz, Kunsthistoriker
Undine Bandelin in der Kunsthalle Erfurt
Colours & Values - MalerinnenNetzWerk Leipzig-Berlin
Schon lange haben Künstlerinnen erkannt, dass kollektives Handeln stärkt. Diesen Gedanken aufnehmend, haben sich Künstlerinnen aus Berlin und Leipzig zum MalerinnenNetzWerk (MNW) zusammengeschlossen. Das Netzwerk versteht sich als eine Plattform für zeitgenössische Malerei mit dem Ziel, die Sichtbarkeit von Künstlerinnen durch eine konzentrierte Ausstellungsaktivität zu erhöhen und ihren Austausch und ihre Vernetzung zu fördern.
Seit Herbst 2015 stellen die Künstlerinnen des MNW in unterschiedlichen Konstellationen in Museen, Galerien und anderen Kunsträumen aus. Über die Ausstellungen hinaus organisieren sie regelmäßig Ateliertreffen mit Werkbesprechungen, geben gemeinsam Publikationen heraus und unterstützen sich auf vielfältige Weise.
Die Präsentation in der Kunsthalle ist thematisch offen. Es werden unterschiedliche Positionen und Ansätze im Bereich eines klassischen Mediums vorgestellt und neue Tendenzen aufgezeigt. Unter anderem sind 3 großartige neue Werke von Undine Bandelin zu sehen.


Teilnehmende Künstlerinnen
Undine Bandelin
Joanna Buchowska
Isabelle Dutoit
Nina K. Jurk
Katrin Kunert
Gudrun Petersdorff
Ann-Katrin Schaffner
Sophia Schama
Anija Seedler
Bettina Sellman
Miriam Vlaming
Susanne Wurlitzer
Elke Albrecht
Annekatrin Lemke
Ulrike Theusner
Hiroyuki Masuyama und James McNeill Whistler im Kunstforum Ingelheim
26. April bis 5. Juli 2026
Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus
Eine Doppelausstellung im Kunstforum Ingelheim vereint Werke von Hiroyuki Masuyama (*1968 in Tsukuba, Japan, lebt in Düsseldorf) Radierungen und Lithografien des großen amerikanischen Grafiker James McNeill Whistler (1834–1903)
Im Fokus der Ausstellung stehen Whistlers Radierungen und Lithografien, die Ansichten von London und Venedig zeigen. Personendarstellungen aus seinem persönlichen Umfeld zeigen als dritten Themenbereich die einfühlsame Seite des als exzentrisch geltenden Künstlers. Die ausgestellte Motivvielfalt offenbart die Meisterschaft seiner ungewöhnlichen Techniken.

Whistlers Leben war geprägt von zahlreichen Reisen, die ihm immer wieder neue Motive boten und in grafischen Arbeiten direkt vor Ort festgehalten wurden. Nach seiner Übersiedelung als 21-Jähriger von der Ostküste der USA nach Paris ließ er sich 1859 in London nieder. Über seine Kunst erkundete er gleichsam die Stadt an der Themse und schuf bis Ende der 1890er Jahre zahlreiche Grafiken, die damals ungewöhnliche Ansichten des Flusses, seiner Uferzonen und Brücken, Schiffe und Hafenszenen sowie die Menschen im Alltag zeigen.
Reisefreudig bis ein Jahr vor seinem Tod 1903, hielt sich Whistler immer wieder länger in verschiedenen europäischen Städten auf und war aufgrund dessen ein gut vernetzter Künstler. So lebte und arbeitete er 1879/80 über ein Jahr lang in Venedig. Dort schuf er Radierungen von den Wasserseiten prächtiger Paläste und typisch venezianische Brücken einerseits, vor allem aber Motive mit Durchgängen, Höfen oder Werkstätten jenseits der touristischen Attraktionen.
Gleichzeitig werden Objekte und Fotoarbeiten des japanischen Künstlers Hiroyuki Masuyama gezeigt. Seine Werke sind häufig Zeitreisen, in denen das Heute und das Gestern übereinandergelegt und eingepasst sind.
Masuyama spannt den Bogen zur Gegenwart. Der japanische Künstler reiste auf den Spuren Whistlers nach London und Venedig.
Dort fand er die Orte, an denen Whistler seine Radierungen schuf, und nahm Fotografien der jetzigen Situationen auf: heutige Bauten, Fahrzeuge, Schiffe oder Menschen in der Kleidung unserer Zeit. In den neu entstandenen Arbeiten ist die aktuelle Ansicht jener Orte von Masuyama über die historischen Grafiken von Whistler gelegt. Sie offenbaren, wie erheblich sich etwa das Themse-Ufer in den rund 150 vergangenen Jahren entwickelt hat, und wie geringfügig sich dagegen die Veränderung der italienischen Lagunenstadt ausnimmt. Wie schon in früheren Werken visualisiert Masuyama hier erneut sein Hauptthema, das sich seit 1997 durch sein künstlerisches Schaffen zieht: die Verbindung von Raum, Zeit und Veränderung.
Zum tieferen Verständnis von Masuyamas Kunstschaffen bildet eine Gruppe älterer Arbeiten im Untergeschoss den vierten Ausstellungsteil: mit äußerst beeindruckenden, teils begehbaren Installationen, großformatigen Lichtkästen oder filigranen Arbeiten aus Papier. Sie eint die Idee, dass sich jeder Raum – ob klein wie ein Rasenstück oder groß wie das Universum – mit dem Lauf der Zeit kontinuierlich, wenngleich unterschiedlich intensiv verändert.
Die Arbeiten beider Künstler sind die Einladung zu einer »Reise«, in der sich Vergangenheit und Gegenwart immer wieder berühren, durchblenden, ergänzen und zu bedeutenden Zeitdokumenten verbinden.
Wie andere Künstler:innen des Impressionismus sammelte auch Whistler japanische Holzschnitte. Die intensive Beschäftigung damit wird im Bildaufbau seiner eigenen Werke erkennbar. Ausgesuchte Beispiele namhafter japanischer Holzschnittkünstler wie Utagawa Hiroshige, Katsushika Hokusai oder Kitagawa Utamaro flankieren daher einzelne seiner Grafiken.
Zur kunsthistorischen Kontextualisierung sind Whistlers Arbeiten außerdem ausgewählte Grafiken einiger britischer, französischer und US-amerikanischer Weggefährten zur Seite gestellt: Die Blätter von Seymour Haden, Frank Short, Édouard Manet, Camille Pissarro, Marcellin Desboutin oder Joseph Pennell, lassen die wechselseitigen stilistischen Einflussnahmen nachvollziehbar werden.
(unter Verwendung eines Texts des Kunstforums Ingelheim)




Hans-Christian Schink - Frankfurt, Leipzig, Rom, Tokyo, Cottbus, Bremen
Künstlergespräch mit Dana und Undine











