GALERIE ROTHAMEL ERFURT

HANS-CHRISTIAN SCHINK - FOTOGRAFIE

07. November 2020 - 23. Dezember 2020

Galerie Rothamel Erfurt
Di - Fr 13 - 18 Uhr
Sa 11 - 16 Uhr
nach Vereinbarung

GALERIE ROTHAMEL FRANKFURT

THITZ-THE COSMIC BAG ART PROJECT

04. Dezember 2020 - 16. Januar 2021

Galerie Rothamel Frankfurt
Mi - Fr  13 - 18 Uhr
Sa 11 - 16 Uhr
sowie nach Vereinbarung

News

Nguyen Xuan Huy | Kunstsammlung Jena

Nguyen Xuan Huy | Kunstsammlung Jena

Nguyen Xuan Huy
Talking about Black Holes
Kunstsammlung Jena
12. Dezember 2020 bis 7. März 2021
Es erscheint ein Katalog.

Anmutige, nackte Frauenkörper, die sich tänzerisch oder schwebend in erotischen Posen durch irreale Welten bewegen. Mit verträumten, selig lächelnden oder ekstatischen Gesichtern räkeln sich agile Jugendliche mal alleine auf Kissen, mal als Gruppe in stimmungsvoll erleuchteten Landschaftsszenerien. Die in altmeisterlicher Manier gemalten Ölbilder von Nguyen Xuan Huy überwältigen unmittelbar in ihrer Schönheit. Und sie verstören – denn rasch offenbart sich der trügerische Schein und lässt die Stimmung kippen: Verdrehte oder verkrüppelte Gliedmaßen fallen auf und überall lauern bedrohliche Details wie Maschinengewehre, Hähnchenflügel oder sozialistische Symbole.

Die eindringlichen Inszenierungen des 1976 in Hanoi geborenen Vietnamesen sind keine leichte Kost. Seine Identität knüpft sich direkt an den Vietnamkrieg als das fundamentale Trauma seiner Herkunft. Die Folgen des von der US-Army eingesetzten Entlaubungsmittels Agent Orange, das bis heute zahlreiche Missbildungen bedingt, sind ebenso ein zentrales Thema seiner Werke wie die sozialistische Ideologie, mit der er in dem kommunistischen Land aufgewachsen war. Seit 1994 hat Nguyen Xuan Huy nun seinen festen Wohnsitz in Deutschland und speziell die Perspektive von außen ermöglichte es ihm, sich künstlerisch mit der Propaganda zu beschäftigen, welche ihn selbst lange, wie er sagt, an ein naives Weltbild von Gut und Böse glauben ließ. Hinzu kommt der interessierte Blick in die andere Richtung – auf die Tradition Europas. Die westliche Kunstgeschichte inspirierte den Maler früh, was sich an vielen Zitaten und Anspielungen sowie seiner realistischen, sinnlichen Darstellungsweise des menschlichen Körpers ablesen lässt.

Die Vermischung dieser ganz unterschiedlichen Hintergründe verleitete Nguyen Xuan Huy dazu, die vielen Bilder in seinem Kopf, allen Gegensätzen zum Trotz, in groß angelegten Fiktionen visuell miteinander zu verflechten. Durch diverse Versatzstücke aus der Realität, vieldeutig-rätselhafte Handlungsmomente und unheimliche, oft zwielichtige Atmosphären entsteht dabei eine surreale Welt, in der die Logik des Alltags ausgehebelt ist. Während gewohnte Grenzziehungen aufgehoben werden verschmelzen Traum und Albtraum symbiotisch ineinander. Mit Nguyen Xuan Huy präsentiert die Kunstsammlung Jena faszinierend sinnliche Malerei, die zu emotionalen wie intellektuellen Reaktionen herausfordert und vorführt, wie sich das Anziehende und Abstoßende gegenseitig befruchten können.

Talking about Black Holes, 2019, Öl auf Leinwand, 220 x 140 cm

 


26. November 2020

Thitz | The Cosmic Bag Art Project | Preisliste

Thitz | The Cosmic Bag Art Project | Preisliste

Utopian Civilizations Montblanc, 2020, Acryl und Tüten auf Leinwand, 160 x 140 cm, 15.000 Euro

Shanghai Utopian City, 2020, Acryl und Tüten auf Leinwand, 160 x 140 cm, 15.000 Euro

Paris Tour Miracle, 2017, Acryl und Tüten auf Leinwand, 100 x 50 cm, 7.500 Euro

Paris Liberté, 2020, Acryl und Tüten auf Leinwand, 140 x 160 cm, 15.000 Euro

New York Utopia at Brooklyn, 2020, Acryl und Tüten auf Leinwand, 140 x 180 cm, 16.000 Euro

London, 2020, Acryl und Tüten auf Leinwand, 60 x 90 cm, 7.500 Euro

Amazonia Utopica, 2020, Acryl und Tüten auf Leinwand, 140 x 200 cm, 17.000 Euro

UC Under Water London, 2020, Acryl und Tüten auf Leinwand, 160 x 140 cm, 15.000 Euro

Tokyo Night, 2020, Acryl und Tüten auf Leinwand, 50 x 70cm, 6.000 Euro

Cosmic Bag Art, 2020, Acryl auf Leinwand, 40 x 40 cm, 4.000 Euro

New York Utopia at Manhattan Bridge, 2020, Acryl und Tüten auf Leinwand, 140 x 200 cm, 17.000 Euro

 

 

 


20. November 2020

Hans-Christian Schink in der Kunsthalle Erfurt

Hans-Christian Schink in der Kunsthalle Erfurt

Bis zum 10. Januar 2021 präsentiert Hans-Christian Schink in der Kunsthalle Erfurt seine Werkschau „So weit. Fotografien seit 1990“. Selten gab es Gelegenheit, das Oeuvre des bedeutendsten Thüringer Künstlers der Gegenwart in solcher Bandbreite zu sehen.  Die Schau entwickelt eine fesselnde Präsenz. Möglicherweise ist dies die stärkste Ausstellung, die je in der Kunsthalle zu sehen war.
Die deutschen Museen sind derzeit geschlossen. Dennoch besteht die Möglichkeit, die Ausstellung im Rahmen kostenfreier Bildungsangebote zu besuchen.
Alle Hygienemaßnahmen werden gewahrt. 
Informationen und Termine erfragen Sie bitte bei Frau Grit Becher, Kunsthalle Erfurt, Tel. 0361 655 16 25.
Ergänzend zu Hans-Christian Schinks Werkschau „So weit“ in der Kunsthalle Erfurt präsentieren wir ausgewählte Werke aus den Serien „Vietnam“ und „Antarctica“ in unserer Galerie. Besucher werden gebeten, sich möglichst telefonisch oder per E-Mail anzumelden.
Tel. 0361 562 33 96 oder galerie@rothamel.de.
 
 
 

04. November 2020

Bildzeit - Mona Broschur

Bildzeit - Mona Broschur


Wer diese Bild betrachtet, scheint in eine Vitrine zu blicken. Die Rückseite ist mit einer floralen, flächig wirkenden Tapete bezogen, der Boden grau. Schaustück ist eine Vase mit Blumenmuster auf schwarzem Grund, akkurat in die Bildmitte plaziert. Lichtreflexe auf der Wölbung verstärken den Eindruck gepflegter Präsentation. 

Doch oh weh, das museale Ambiente des hübschen Stillebens wird gestört! Rosige Wurstgebilde sind von fünf Seiten her zur edlen Keramik gekrochen und scheinen sie erklimmen zu wollen. Unwillkürlich sucht man nach Schleimspuren. Doch nein, die Künstlerin hat uns keine gemalt. Sind diese Würstchen nur obszön geformte Stützen, ersonnen vom durchgeknallten Kurator? 

Allemal bringen sie das hübsche Bild durcheinander. Nicht nur die geometrische Symmetrie leidet, die ästhetische ebenfalls. Ist es seitens des Betrachters politisch inkorrekt, ja rassistisch, von dieser rosa Invasion unangenehm berührt zu sein? Asymmetrie, stellt sich heraus, kann auch psychologische Aspekte haben... 

Mona Broschár studierte am Camberwell College of Arts in London und als Meisterschülerin von Annette Schröter an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.


30. Oktober 2020

Bildzeit - Ellen Akimoto Ellen Akimoto, Nighttime, 2019, Öl und Acryl auf Leinwand, 220 x 180 cm

Bildzeit - Ellen Akimoto

Ellen Akimotos Werk „Nighttime“ zeigt einen Raum, der aus Mustern und farbigen Flächen zusammengesetzt ist wie ein Quilt. Die hergebrachten Gesetze der Räumlichkeit und der Perspektive gelten hier nicht. Das Dunkel hinter dem Fenster ist ein absolutes mattes Schwarz. 

Auf dieser eigensinnigen Bühne entspinnt sich ein introverses, eindringliches Geschehen. Eine junge Frau, den Blick in die Ferne gerichtet, Mund leicht geöffnet, Unterarme in begreifendem Gestus erhoben, erlebt den Moment eines tiefen Verstehens. Urheberin ihrer Offenbarung ist die ihr zugewandt sitzende Alte, geisterhaft, schweigend, empathisch, Besucherin aus einer anderen Dimension. 

Vor 700 Jahren setzte Giotto die Öffnung der mittelalterlichen Weltsicht zur Realität ins Bild. Ellen Akimotos Malerei zentriert die Perspektive wieder aufs Willkürliche. Damit begleitet ihre Kunst einen gesellschaftlichen Prozeß, der gegenwärtig stattfindet und sich beschleunigt. „Nighttime“ ist eines der ikonischen Bilder unserer Zeit. 

Ellen Akimoto wurde 1988 in Westlake Village, Kalifornien geboren. Sie studierte an der California State University, Chico, der Kunsthochschule Mainz und als Meisterschülerin von Annette Schröter an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.


01. Oktober 2020

Alle News anzeigen »