GALERIE ROTHAMEL ERFURT
Am Weg
Hans-Christian Schink
Galerie Rothamel Erfurt
Mo-Fr 10 -15 Uhr
sowie nach Vereinbarung
News
Hiroyuki Masuyama im Angermuseum
Dem Himmel so nah
Wolken in der Kunst
Angermuseum Erfurt
29.3. - 26.7.2026
Eröffnung am 28.3. um 16 Uhr
Hiroyuki Masuyama beteiligt sich mit zwei Werken an der thematischen Ausstellung "Dem Himmel so nah - Wolken in der Kunst"
im Angermuseum Erfurt. Ein Projekt in Kooperation mit der Kunsthalle Emden und der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen

»Dem Himmel so nah – Wolken in der Kunst«
Wer kennt es nicht: Wir schauen verträumt in den Himmel, beobachten in Gedanken versunken vorüberziehende Wolken oder blicken neugierig bis ängstlich nach oben: Beginnt es bald zu regnen? Droht Unwetter? Die Beziehung der Menschheit zum Himmel und all seinen Phänomenen ist von tiefer emotionaler und existentieller Bedeutung geprägt.
Wolken und deren Spiel am Himmel faszinieren die Menschen seit jeher. Und so haben diese Ansammlungen von Dunst in der Luft stets auch zu beeindruckenden Kunstwerken angeregt. In der Renaissance und im Barock kamen Wolken vornehmlich als Sinnbild des Göttlichen zum Einsatz, während sie in der Romantik und im Impressionismus als eigenständiges Element ins Zentrum der atmosphärischen Landschaftsmalerei rückten. Der Expressionismus wiederum setzte die Dramatik des Himmels mit eigenen ausdrucksstarken Mitteln fort. In der Malerei wie in der Fotografie können Wolken aber auch Anlass bieten, das bildnerische Abstraktionspotential zu erkunden.
Diese Ausstellung in Kooperation mit der Kunsthalle Emden vereint Werke mehrerer Jahrhunderte und umfasst mehr als 40 internationale Positionen von Albrecht Dürer bis Bjørn Melhus. Die Gemälde, Grafiken, Fotografien, Installationen und Videoarbeiten greifen verschiedene Aspekte des Motivs Wolke auf: von der reinen Naturanschauung über symbolische Konzepte bis hin zu ästhetischen Experimenten. Seit dem frühen 19. Jahrhundert schlägt sich aber auch ein naturwissenschaftliches Interesse an Himmelsphänomenen in der bildenden Kunst nieder. In unserer Gegenwart richtet sich dieses Interesse zunehmend auf die Bedrohung durch die globale Erderwärmung und den Klimawandel.
Andreas Achenbach (*1815) / Hendrich Aldegrever (*1502) / Robert de Baudous (*1630/31) / Ludolf Backhuysen (*1574/75) / Pieter de la Cuffle (tätig 1542-57) / Cornelis Cort (*1533) / Johann Jacob Dorner, d.J. (*1775) / Sven Drühl (*1968) / Albrecht Dürer (*1471) / Hendrick Goltzius (*1558) / Berend Goos (*1815) / Anna Grath (*1983) / Wenzel Hablik (*1881) / Erich Heckel (*1883) / Geoffrey Hendricks (*1931) / Felix Hollenberg (*1868) / Hieronymus Hopfer (*1500) / Lucas van Leyden (*1494) / Almut Linde (*1965) / Hiroyuki Masuyama (*1968) / Bjørn Melhus (1966) / Nanne Meyer (1953) / Lyoudmila Milanova (*1979) / Bruce Nauman (*1941) / Emil Nolde (*1867) / Yoko Ono (*1933) / Robin Page (*1932) / Georg Pencz (*um 1500) / Hermann Pleuer (*1863) / Franz Radziwill (*1895) / Marcantonio Raimondi (*1475) / Gerhard Richter (*1932) / Simon Roberts (*1974) / Yvonne Roeb (*1976) / Valentin Ruths (*1825) / Josef Scharl (* 1896) / Gustav Schönleber (* 1851) / Carl Spitzweg (*1808) / Klaus Staeck (*1938) / Rolf Staeck (*1943) / Walter Strich-Chapell (*1877) / Antonio Tempesta (*1555) / David Tscherning (*1615) / Bernd Zimmer (*1948)
Hans-Christian Schink über seine Serie „Am Weg"



Hiroyuki Masuyama in der Kunstsammlung Jena
Verlängert bis 22. April 2026!
Der Sternenhimmel fasziniert von jeher. Der Blick in den Raum, der voller Geheimnisse und Möglichkeiten ist, motiviert die Menschheit seit vielen Jahrhunderten, die in ihm verborgenen Phänomene zu enträtseln. Der Künstler Hiroyuki Masuyama (*1968 in Tsukuba, Japan) geht mit der unablässigen Neugier eines Forschers voran, wenn er sich dem Weltall mit ebenso großer Leidenschaft widmet wie einem profanen Rasenstück, das er vor seiner Haustür findet.
Von Hiroyuki Masuyamas Lightboxes geht ein eigentümlicher Zauber aus. Wie strahlende Fenster zu einer fremden Welt leuchten sie in den Ausstellungsraum und ziehen die Betrachter unwillkürlich in ihren Bann. Ihre Motive erscheinen dabei vertraut. Denn zu sehen sind bekannte Gemälde des Romantikers Caspar David Friedrich, die von Masuyama als scheinbar realistische Fotografien wiedergegeben werden.
Hans Christian Schink im MdbK Leipzig
ÜBER LAND
Museum der bildenden Künste Leipzig
27. November 2025 bis 1. März 2026 
Hans-Christian Schink (*1961 in Erfurt) zählt zu den namhaften Fotokünstlern unserer Zeit. Seine Serien „Verkehrsprojekte Deutsche Einheit“ und die in der S-W-Fotografie bahnbrechende „1h“ schrieben Fotografiegeschichte. Im Rahmen seiner Projekte bereiste, bewohnte und fotografierte er unseren Planeten von Spitzbergen bis zur Antarktis, von Machu Picchu bis Kochi.
Unter dem Titel Über Land zeigt das MdbK Schinks neueste Werkgruppen. Gegenstand der Arbeit ist diesmal die Landschaft im äußersten Nordosten Deutschlands, die der Fotograf in drei verschiedenen Teilprojekten - Hinterland, Unter Wasser und Am Weg - aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Unter bildnerischen Gesichtspunkten ist Über Land eine vielschichtige, zeitgemäße Auseinandersetzung mit der einflussreichen Tradition europäischer und nordamerikanischer Landschaftsdarstellungen – insbesondere der Romantik. Zugleich steht das Werk an der Schnittstelle aktueller gesellschaftlicher Debatten über den Raubbau an der Landschaft, den damit einhergehenden Verlust an Artenvielfalt und die Auswirkungen dieser Prozesse auf die Naturerfahrung der Menschen.
Mittwoch, 25.02., 18 Uhr
Hans-Christian Schink. Über Land
Gespräch in der Ausstellung mit Bezügen zu Werken aus der Sammlung mit Hans-Christian Schink und den Kuratoren Philipp Freytag und Jan Nicolaisen
Eintritt: 5 € / 2,50 €, ohne Anmeldung
Moritz Götze und Peter Paul Rubens
Vis-à-vis des Rubensschen Fischzuges wird künftig eine neue Fassung des Themas zu sehen sein. Es handelt sich um einen Wandelaltar von Moritz Götze, ausgeführt in Emailmalerei, bestehend aus zehn Tafeln. Die Einweihung findet am 30. November im Beisein des Künstlers, der flämischen Kulturministerin und des deutschen Botschafters statt.
Moritz Götze (* 1964 in Halle/Saale) wurde von der Kirchgemeinde eingeladen, Rubens‘ „Wunderbaren Fischzug“ aus zeitgenössischer Perspektive zu interpretieren. Götze folgt der Komposition des großen Kollegen und überformt sie. Die Jesusfigur stellt er nackt dar, eine Anspielung auf Jesu Gleichnis als neuer Adam. Unter den Fischern ist nun auch eine Frau. Im geschlossenen Zustand bildet der Altar ein Quadriptychon. Adam und Eva flankieren einen Strand, der mit allerlei zivilisatorischen Artefakten übersät ist. Die Rückseite des Altars bildet auf drei Tafeln eine Unterwasserszenerie ab.
Götze ist in der Sakralkunst kein Unbekannter. Seine Emaillen in Bernburgs Schloßkirche St. Aegidien gelten als bedeutendste deutsche Sakralraumgestaltung des 21. Jahrhunderts.
Moritz Götzes warmherzige und wache Werke beschenken ihre Betrachter mit einer einzigartigen Aura. Götze malt, emailliert, mosaiziert, druckt in vielen Techniken, fertigt Skulpturen und Installationen. Seine Arbeiten schmücken öffentliche und private Räume in aller Welt. Über seine Kunst hinaus ist er als Verleger, Historiker, Gestalter und Kurator tätig.











