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Michiko Nakatani beim Festival in Okunoto

Michiko Nakatani beim Festival in Okunoto

Michiko Nakatani nimmt mit der Arbeit Sukuu, Sukuu, Sukuu
("Sukuu" hat drei verschidene bedeutung auf japanisch."Schöpfen" "Retten" und "Nisten") am diesjährigen Festival in Okunoto teil. Das Werk umfasst 20 kleinen Objekte im zweiten Stock eines Taxiunternehmens in Suzu, Japan.

Die Hände der Wasserschöpfer sind nach der Originalmethode des Künstlerin modelliert. Die Vorbilder für die Hände waren die Menschen, die im Iida-Viertel der Stadt rund um den Ausstellungsort leben, sie sind alle aus verschiedene Generation und haben verschiedene Tätigkeiten, von Kinder bis 90 Jährigen, von Tagesmutter bis zum Fischer.

Jeder hat eine andere Form der Hände und wie man die Finger stapelt.
Michiko Nakatani hinterfragt die Bedeutung von verschiedene "sukuu (schöpfen)" Handlungen, die jeder unbewusst jeden Tag wiederholt, in umgekehrten Formen.
Die sich überlappenden Hände ähneln dem Beten, und auch das Fehlen des Blicks vom Handrücken ist eine Verweigerung der Erlösung.

 

Das Festivalf findet bis zum 24. Oktober. 2021 statt.

https://oku-noto.jp/en/outline-en.html


10. September 2021

Nguyen Xuan Huy in der Kunsthalle Darmstadt

Nguyen Xuan Huy in der Kunsthalle Darmstadt

Nguyen Xuan Huy präsentiert in der Kunsthalle Darmstadt seine epochale Komposition "Une journée horizontale“.
Es handelt sich um eine Werkpräsentation - es wird nur dieses eine Gemälde zu sehen sein. Welches es in sich hat - inhaltlich und technisch.

Nguyen Xuan Huy
Une journée horizontale
Werkpräsentation
04.09.2021 - 30.01.2022



Der Komposition liegt unübersehbar Théodore Géricaults Floß der Medusa (1819) im Louvre in Paris zugrunde. Nguyens Bühnenraum ist allerdings im Verhältnis etwas breiter. Anstelle einer eingestürzten Pyramide erkennt man deren zwei. Sie ordnen das gedrängte Tableau von 28 Figuren, jungen Frauen und Männern, die im Einzelnen zu beschreiben hier zu weit führen würde. Nur so viel: Jede scheint eine Welt für sich darzustellen. Jede wirkt halb ferngesteuert in eine Pose gezwungen, halb narzissenhaft hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt. Alle sehen sie europäisch aus, was letzteres aber den Modellen geschuldet sein mag, mit denen der Künstler zu arbeiten gewohnt ist.

Zugleich spielt die pyramidale Form auch mit den tief im kulturellen Gedächtnis verankerten Ansichten der Gräber von Gizeh. Eine von Efeu umrankte Sphinx vor dem rechten Bildrand triggert diese Assoziation regelrecht an. Doch weder Wasser noch Sand, sondern ein rot-weißes Etwas herrscht vor. Glut? Sieht der Himmel bloß wie Feuer aus oder steigt echtes Feuer in ihm auf? Vegetation, Felsen, ein kunstvoller Steg, ein noch in Bau befindliches Holzhaus, das sich auch als Boot oder improvisierte Umkleidekabine lesen ließe, all dies lässt jeden Hinweis auf den Schauplatz des Geschehens vermissen.

Anders als bei Géricault geht es nicht um Leben oder Tod. Die Wippende auf der Schaukel erinnert indes an das Pendel einer Uhr. Die Fliege bei der Sphinx unterstreicht als bekanntes Vanitas-Symbol die Allegorie der Zeit, mit der man es hier sicherlich auch zu tun hat. Im Vergleich zu den Figuren und anderen Tieren, einer Löwin und zwei Rosalöfflern, ist sie überdimensioniert. Eine durch Eingriff in die Natur erzeugte neue Art? Oder fordert die Fliege das große Format, als wenn der Maler sie auf einem verkleinerten Entwurf zu seinem Bild sitzend gesehen und mit diesem als Hintergrund vergrößert dargestellt hätte?

Den verwirrenden Maßstäben, der Ortlosigkeit, dem unklaren Zeitbezug steht ein Gefühl des Ungefährdetseins gegenüber, das diese besondere Reisegesellschaft vermittelt. Schließlich fließen hier verschiedene Bilder in einer Vision zusammen, die Himmel und Hölle begradigt.

León Krempel


21. August 2021

MDR Kultur, Nächste Generation, Dana Meyer

MDR Kultur, Nächste Generation, Dana Meyer

Ein wunderbare Reportage mit und um Dana Meyer. 

MDR Link


16. August 2021

Wieland Payer,

Wieland Payer, "Blossom", Preisliste


Allegro, 2021, Pastell, Kohle, Tusche und Aqarell auf grundiertem MDF, 160 x 120 cm, 8400 Euro


Blossom, 2021, Pastell und Aquarell auf grundiertem MDF, D 100 cm, 6000 Euro


Cave, 2021, Pastell, Kohle, Aquarell und Regen, 180 x 120 cm, 9000 Euro


Distel, 2021, Pastell, Aquarell und Kohle auf grundiertem MDF, 100 x 70 cm, 5100 Euro


Fleurope (upside down), 2021, Pastell, und Aquarell auf grundiertem MDF, 110 x 80 cm, 5700 Euro


Hecke, 2021, Pastell und Aquarell auf grundiertem MDF, 120 x 150 cm, 8700 Euro


Iris, 2021, Pastell und Aquarell auf grundiertem MDF, 80 x 60 cm, 4200 Euro


Knospe, Pastell, Kohle und Aquarell auf grundiertem MDF, 80 x 60 cm, 4200 Euro


Lemon Stage, 2021, Pastell auf grundiertem MDF, 80 x 115 cm, 5900 Euro


Lumen (Balz), 2021, Pastell, Aquarell und Kohle auf grundiertem MDF, 70 x 100 cm, 5100 Euro


Petasitis Hybridus 2021, Pastell und Aquarell auf grundiertem MDF, 52 x 66 cm, 3600 Euro


Priessnitzgrund, 2021, Pastell und Aquarell auf grundiertem MDF, 80 x 60 cm, 4200 Euro


Rear Window, 2021, Pastell auf grundiertem MDF, 55 x 42 cm, 2900 Euro


Tulip, 2021, Pastell und Aquarell auf grundiertem MDF, 80 x 60 cm, 4200 Euro


Waldstaub, 2021, Pastell und Aquarell auf grundiertem MDF, 60 x 73 cm, 3900 Euro


Winden, 2021, Pastell und Aquarell auf grundiertem MDF, 40 x 32 cm, 1800 Euro


12. August 2021

Grita Götze,

Grita Götze, "Blossom", Preisliste

Teller

Fundstücke, Teller, 2021, Engobemalerei, ∅ 39,5 cm, 4000 Euro


Kapuzinerkresse und Rotes Ordensband, Teller, 2021, Engobemalerei, ∅ 33,5 cm, 2700 Euro


Korallen, Teller, 2020, Engobemalerei, ∅ 29 cm, 2100 Euro


Quodlibet mit Hammer und Nägeln, Teller, Engobemalerei, 2021, ∅ 41 cm, 4000 Euro


Quodlibet mit Kamm, Teller, 2021, Engobemalerei, ∅ 39 cm, 3800 Euro


Schönbär,  2021, Teller, Engobemalerei, ∅ 36,5 cm, 3600 Euro


Winterlinge, 2021, Teller, Engobemalerei, ∅ 36 cm, 2800 Euro


Deckelvasen


Getier am Wegesrand, Deckelvase, 2021, Engobemalerei, 51 cm hoch, 6000 Euro


Sommerwiese mit Insekten, Engobemalerei, 2019, 50 cm hoch, 6000 Euro


Steine, 2021, Deckelvase, Engobemalerei, 50 cm hoch, 6000 Euro


Steinige Gegend, 2021, Deckelvase, Engobemalerei, 50 cm hoch, 6000 Euro


Wiesenstück mit Eidechse, 2021, Deckelvase, Engobemalerei, 52 cm hoch, 6000 Euro

(Abbildung Vorderseite)

12. August 2021

Ellen Akimoto,

Ellen Akimoto, "Dissipation Dance", Preisliste


Sonnengruß, 2021, Öl und Acryl auf Leinwand, 140 x 120 cm, 6.200 Euro


Wearing Sleeves, 2021, Öl und Acryl auf Leinwand, 90 x 70 cm, 3.800 Euro


Behind the Arm, 2021, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, 2.100 Euro


Secret Messages in the Paper Towel, 2021, Öl und Acryl auf Leinwand, 30 x 40 cm, 1.700 Euro


Small Plant (outside), 2021, Öl und Acryl auf Leinwand, 30 x 30 cm, 1.400 Euro


Small Plant (desert), 2021, Öl und Acryl auf Leinwand, 30 x 30 cm, 1.400 Euro


Horses Falling on Horses, 2021, Öl und Acryl auf zwei Leinwänden, 240 x 300 cm, 12.900 Euro


Disintegration, 2021, Öl und Acryl auf Leinwand, 180 x 150 cm, 7.900 Euro


The Open Window, 2021, Öl und Acryl auf Leinwand, 150 x 130 cm, 6700 Euro


Starr, 2021, Öl und Acryl auf Leinwand, 45 x 35 cm, 1950 Euro


Pause, 2021, Öl  auf Leinwand, 90 x 80 cm, 4100 Euro


Stolzes Mitglied, 2020, Öl und Acryl auf Leinwand, 40 x 30 cm, 1.700 Euro

 


11. August 2021

Bild der Zeit, Annette Schröter

Bild der Zeit, Annette Schröter

Annette Schröter ist an der HGB Leipzig Professorin für Malerei - und eine der einflußreichsten Persönlichkeiten der deutschen Kunstszene. Ihre Absolventen und Absolventinnen agieren erfolgreich auf internationalen Bühnen und bereichern das Bild von der „Neuen Leipziger Schule“ mit überraschenden Facetten. Als bemerkenswerte, kritische und tolerante Lehrerin versteht es Annette Schröter, ihren Schülern die eigene Sprache zu lassen, Stärken gezielt zu fördern und Kontroversen zu akzeptieren. Engagiert bahnt sie ihren Zöglingen den Weg in die Kunstszene. Ein probates Mittel sind die Meisterschülerausstellungen in führenden deutschen Galerien, mittels derer sie bemerkenswerte Debüts ermöglichte.

Annette Schröter selbst, lange Zeit eine erfolgreiche Malerin, tauschte vor mehr als einem Jahrzehnt ihr Medium gegen die anspruchsvolle Technik des Papierschnitts. An dieser reizte sie die Herausforderung, mit reduzierten Mitteln die komplexen Effekte elaborierter Malerei zu erreichen. Zuerst fällt das Format auf, ins Monumentale gewachsen. Annette Schröter arbeitet mit Mustern und Konturen, Räumen, Texturen und Unschärfen. Aber auch die eigentlichen Stärken des Papierschnitts spielt sie aus, das Lineare, das Ornament. 

Eines ihrer neuesten und aktuellsten Werke ist der „Grosse Butzemann“ von 2020, mit dem für einen Papierschnitt stattlichen Maß von 220 x 150 cm. Es thematisiert mit großer Lust am Provokativen gesellschaftliche Gepflogenheiten unserer Zeit: Den Aufbau von Feindbildern, die Faszination fürs Kryptische und das Subversive (die Schredderstreifen sind bereits eingebaut), das Spiel mit Niedertracht, Maskeraden und Denunziation. Sehen Sie selbst.

10. August 2021

Instagram und Realismus. Nguyen Xuan Huy erneuert die europäische Malerei.

Instagram und Realismus. Nguyen Xuan Huy erneuert die europäische Malerei.

Dieses Bild und viele weitere sind gerade in der Ausstellung vom 17. Juni bis 3. Oktober 2021 in Schloß Wilhelmsburg zu sehen.
https://www.museumwilhelmsburg.de/aus...
Eine der spannendsten Positionen der aktuellen deutschen Malerei vertritt ein in Hanoi geborener Mann.
Seine Werke sind nichts weniger als der Vorschlag zu einer neuen europäischen Kunst, welche die ideologischen Irrwege des 20. Jahrhunderts überwindet und den Fetisch der Avantgarde hinter sich läßt.
Zu einer Kunst, die den Weg in eine neue Aufklärung weist.

Ein halbes Jahrtausend lang – von der Renaissance bis zu den Impressionisten - schilderte die europäische Malerei Geschichten, Gleichnisse und Legenden.
Am Vorabend des Ersten Weltkrieges, als Europa zu zerbrechen begann, rückten die „Avantgarden“ die künstlerische Momentaufnahme in den Mittelpunkt, den Schock, die emotionale Überwältigung.
Die narrative Malerei verlor ihre Bedeutung.

Die Sehnsucht nach Geschichten ist wieder da. Die formellen Ansprüche des jungen Publikums sind hoch - die Bilder- und Datenflut der Digitalisierung setzt Maßstäbe.
Treffen „Digital Natives“ auf Nguyens Werke, sind sie fasziniert. „Alles gemalt? Von Hand?? Wie geht das???“ Wenden sich junge Rezipienten den Inhalten seiner Gemälde zu, sind sie überrascht und gefesselt. Die Erzählungen sind außerordentlich facettenreich, reichen tief in die Kunstgeschichte und sind zugleich brandaktuell.

Die Gegenwart betrachtet Nguyen aus der Perspektive der Aufklärung. Logische Analysen gelten ihm mehr als ideologische Standpunkte. Oft trifft er seine Aussagen in Form mythologischer, philosophischer oder literarischer Gleichnisse. Diese Malerei ist eine kultiviert und zugleich schonungslos formulierte künstlerische Analyse der aktuellen Verfassung unseres Kontinents und des Geisteszustands seiner Bewohner.

Nguyen Xuan Huy wurde 1976 in Hanoi geboren. Er studierte an der Architekturhochschule Hanoi, an der Ecole des Beaux Arts in Bordeaux und erwarb 2003 sein Diplom der Malerei an der HfKD Burg Giebichenstein in Halle. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Bildnachweis Jean-François Millet, Das Angelus Läute, 1857 - 1859, Öl auf Leinwand, 66 x 55 cm
Nguyen Xuan Huy, No Guarantee, 2020, Öl auf Leinwand, 220 x 150 cm

Kamera und Ton: Robin Rottstädt
Schnitt: Anna Schwarzenau


22. Juli 2021

Michiko Nakatani im Echigo Tsumari Japan

Michiko Nakatani im Echigo Tsumari Japan

Das Echigo Tsumari Satoyama Museum of Contemporary Art in Japan, präsentiert 12 Reliefs von Michiko Nakatani in einen 30 m langen Bücherregal.
Das Werk ist somit umgeben von Sammlungen berühmter Persönlichkeiten.
Das diesjährige Earth Art Festival würde verschoben, aber das Museum öffnet ab 22. Juli nach gründlicher Renovierung wieder seine Türen.

22. Juli 2021

Einladung zum Apéro

Einladung zum Apéro

Sehr verehrte Damen, geehrte Herren, liebe Freunde,

von dieser sagenhaften Ausstellung haben Sie vermutlich schon einiges gehört und gelesen - aber gesehen haben Sie sie noch nicht. Schneewittchengleich schlief sie eine Ewigkeit. Zeit zum Wachküssen! Seien Sie dabei, wenn ein Stück Kunstgeschichte geschrieben wird.

Wir laden Sie und Ihre Freunde am Freitag, 16. Juli, von 16 bis 19 Uhr herzlich zu einem Apéro in den Garten unserer Erfurter Galerie ein und freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch.

ELLEN AKIMOTO, UNDINE BANDELIN, IVANA DE VIVANCO, 
JONATHAN KRAUS, NGUYEN XUAN HUY, MARTEN SCHÄDLICH
> 1000 Worte
Malerei
Galerie Rothamel Erfurt
16. Januar bis 11. September 2021

Die Ausstellung wird unterstützt von der Stiftung Kunstfonds. 
Im Kerber Verlag ist ein Katalog erschienen.


16. Juli 2021

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