Hjördis Baacke
| 1980 | geboren in Leipzig |
| 2001-2007 | Studium der bildenden Kunst/ Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. A.Rink und Prof. N. Rauch |
| 2006 | Erasmus Auslandsstipendium Wroclaw |
| 2007 | Diplomarbeit "Der Wald als Versprechen" bei Prof. C. Tuercke/ Philosophie |
| 2010 |
Sachsen_Art, Preis für junge Kunst, Malerei |
| 2020 |
Denkzeit, Stipendium der Kulturstiftung |
| 2021 |
NEUSTART Stipendium des Kulturwerks VG - Bild |
Im Zuge der industriellen Revolution entstand die Romantik als Gegenentwurf und Kontrast zum Leben in der Großstadt. Damit begannen die ersten kulturellen Zuschreibungen in großem Umfang in der Literatur und in der bildenden Kunst. Der Wald wurde zum Ort der Freiheit, Ursprünglichkeit, der Gesetzlosen, der Räuber, der Geister und Feen, der Ahnen etc.
Er wurde vom Lebensraum zum Bedeutungsraum.
Ab dem 19.Jrd. gab es immer mehr nationalistische Strömungen, die in Deutschland den Wald zu ihrem persönlichen Ursprungsort erklärten und ihn ideologisch vereinnahmten. Der Höhepunkt dieser ideologischen Zuschreibung wurde in der NS-Zeit erreicht.
Nach dem 2. Weltkrieg setzte Elias Canetti den Wald mit den deutschen Soldaten gleich und gab ihm damit den kulturellen Todesstoß- vorläufig jedenfalls. Künstler wie Anselm Kiefer und Georg Baselitz u.a. waren inhaltlich ähnlich mit der Aufarbeitung der NS-Zeit beschäftigt.
Die Parallelwelt der röhrenden Hirsche und nackten Frauen im Wald existiert bis heute und ist ein Phänomen für sich.
Durch die digitale Revolution und die fortschreitende Entfremdung des Menschen von seiner Umwelt und letztlich von sich selbst, passiert derzeit eine Wiedergeburt der Romantik.
Meine Waldportraits sollen einen direkten Blick in den Wald ermöglichen, der von Ideologie und Kulturgeschichte frei ist, soweit möglich.
Die Autonomie des Waldes, seine Eigenheiten und deren Schönheit, der Fokus auf dem Erlebnis der Zugehörigkeit stehen im Vordergrund.
Die Bildausschnitte knüpfen an keine kunstgeschichtlichen Vorbilder an und sind bewusst unspektakulär und manchmal zufällig gewählt. Der Bildaufbau folgt den Gesetzen der Harmonie, um wenig Spannung zu erzeugen, um frei zu atmen.
Ausstellungen
| 2025 | Beyond the Trees, Weißes Haus, Herfurthsche Villa, Markkleeberg |
| 2024 | Wintersalon, Kunstverein Meissen, Meissen SEHNSUCHT ROMANTIK, Kunstverein Talstrasse e.V., Halle (Saale) Across The River And Into The Trees, Galerie Rothamel, Frankfurt am Main Schimmer-7 Künstlerinnen auf der Suche nach dem Verborgenen, Kloster Chorin VELVET FUTURE, Atelier KH, Baumwollspinnerei Leipzig Gemeinsam//Unterschiedlich, Galerie Akanthus, Leipzig |
| 2023 | Bouquet de Trois, Tapetenwerk, Leipzig KALTER BLAUER HIMMEL, Baumwollspinnerei, Leipzig |
| 2022 | Wintersalon, Kunstverein Meissen Adam Noack lädt ein: Das Werk zum Sonntag, Galerie Eigenheim, Weimar |
| 2021 |
"Wieviel wiegt eine Wolke?", Raumintervention der Initiative: Das Werk zum Sonntag, Leipzig |
| 2020 |
Das Werk zum Sonntag REAL , Tapetenwerk, Leipzig |
| 2019 |
Mitgliederausstellung des BBK Leipzig e.V. Spinnerei, Leipzig |
| 2018 |
Nach dem Bild ist vor dem Bild, Malerinnen aus Leipzig, Kunstverein Freunde Aktueller Kunst, Zwickau |
| 2015 |
Preisträger Sachsen_Art 2002-2013, Dresden |
| 2014 |
Phoenix, Galerie Mitte, Dresden |
| 2013 |
Kunst.Objekt.Mensch, Galerie Altana, Dresden |
| 2012 |
nature morte, Galerie Mitte, Dresden |
| 2011 |
12. Biennale zeitgenössischer Kunst, St.Petersburg |
| 2010 |
heiß!, Galerie Queen Anne, Leipzig |
| 2009 |
Independent fuckers, Galerie Fotoshop, Berlin |
| 2008 |
Eb Dietzsch Kunstpreis für Malerei, Gera, Katalog |
| 2006 |
The roof, Galerie Kleindienst, Leipzig, Katalog |
| 2005 |
Everybodies Darling, Schreiber Villa, Leipzig |
